Rumänien in Europa, Rumänien auf der Europakarte
Rumänien ist ein südosteuropäisches Land am Schwarzen Meer. Es wird umgrenzt von Bulgarien im Süden, Serbien und Ungarn im Westen, im Norden und Osten von der Ukraine, sowie von Moldawien. Mit 238.000 km² Fläche und 19,9 Millionen Einwohnern zählt Rumänien zu den größeren Staaten in Europa. Die Hauptstadt des Landes ist Bukarest mit 1,83 Millionen Einwohnern. Bukarest liegt im Süden des Landes, im Herzen der großen Walachei. Die Walachei ist ein Tieflandgebiet und zieht sich durch den gesamten Süden Rumäniens. Südlich wird dieses Gebiet durch die Donau abgegrenzt, im Norden von den Südkarpaten umschlossen. Letztgenannter Gebirgszug zählt 10 Erhebungen über 2.500 Meter. Hierzu zählt auch der Moldoveanu, der mit 2.544 Metern Höhe den höchsten Punkt des Landes bildet. Die Karpaten bestimmen die Landschaft von Rumänien und teilen das Landesinnere in drei historische Gebiete auf: Walachei, Transsilvanien und Moldau. Transsilvanien, auch Siebenbürgen genannt, umfasst das Zentrum und den Nordwesten des Landes. Das historische Gebiet Moldau erstreckt sich im Osten des Landes und grenzt an die unabhängige Republik Moldau. Rumäniens grenzen erstrecken sich insgesamt auf eine Länge von 3.150 Kilometern. Alleine 1.817 Kilometer der Landesgrenze werden durch Flüsse gekennzeichnet. Der größte Grenzfluss ist die Donau, die das Land zu seinen Nachbarstaaten Serbien und Bulgarien im Süden und Südwesten abgrenzt. Das Donau-Delta mündet im rumänischen Teil der Küste in das Schwarze Meer. Der gesamte Zugang zu diesem Binnenmeer erstreckt sich für Rumänien über 225 Kilometer. Ferner zählt das Land über 3.400 Seen, die größten davon sind die Lagunen Razim mit 41.500 Hektar und Sinoie mit rund 17.000 Hektar.
Gut ein Drittel der rumänischen Landesfläche wird von Wald bedeckt. Rumäniens Wälder beheimaten über 3.600 Tierarten, zu denen unter anderem Gämse, Braunbären und Bartgeier zählen. Einige der Arten kommen an keinem anderen Ort der Welt vor. Trotzdem hat der Staat nur ein kleines Haushaltsaufkommen für Naturschutz. So fehlt es am öffentlichen Bewusstsein für Renaturierung und die Waldflächen mitsamt ihrer Artenvielfalt werden stetig kleiner. Die Europäische Union hat diesbezüglich bereits Ermahnungen an die rumänische Regierung erteilt. Vor allem der illegale Holzabschlag stellt ein Problem dar, da das Land zugleich nur wenig bis keine Aufforstungsprojekte unterhält. Große Teile des Holzvorkommens werden billig und nicht immer legal ins Ausland verkauft. Aufgrund niedriger Geburtenraten sinken auch die Bevölkerungszahlen Rumäniens stetig. Hinzu kommt die vermehrte Auswanderung junger Menschen.
Wie in vielen Gebieten der Europäischen Union, lässt sich in Rumänien eine zunehmende Stadtflucht der jüngeren Bevölkerung beobachten. Dies führt zu einem deutlich höheren Altersdurchschnitt in ländlichen Gebieten. Mit fast 90 % bildet die rumänische Volksgruppe den Hauptanteil der Bevölkerung. Größte Minderheit stellen Ungarische Bewohner mit 1,2 Millionen Einwohnern dar. Sie sind hauptsächlich in der Grenzregion zu Ungarn und rund um das Gebiet von Siebenbürgen angesiedelt. Zweitgrößte Minderheit im Land bilden die Roma mit etwa 612.000 Einwohnern. Diese Volksgruppe bevölkert das Land jedoch in allen Gebieten und deutlich weniger konzentriert. Sie werden vom Rest der Landesbevölkerung häufig als sozial und wirtschaftlich schwächer angesehen. Obwohl Rumänien keine offizielle Staatsreligion besitzt, zählen sich 86,7 % der Bevölkerung zur rumänisch-orthodoxen Kirche. Laut Umfragen glauben 90 % der Menschen in Rumänien an Gott und weitere 8 % an eine andere Art der spirituellen Kraft. Das Land zählt somit zu den religiösesten weltweit.
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