Camping in den Alpen

Camping eignet sich für die Ferien in den Alpen ideal: Die Campingplätze sind so gelegen, dass die Urlauber mit wenigen Schritten hinaus in die faszinierende Natur gelangen. Vom Zelt oder dem Standort des Caravans aus führen unmittelbar sanfte Wege, versteckte Routen oder herausfordernde Touren in das traumhafte Alpenpanorama, in die Wälder zum Pilze sammeln oder zu Rundwanderungen um den See.

Aktivitäten zu Fuß oder mit dem Rad

Für Wanderer sind die Alpen das Paradies, doch für viele Camper gehört zum Aktivurlaub in den Alpen auch das Radfahren. Die Räder bringen sie mit dem Wohnmobil gleich mit. Es gibt in den Alpen erstklassige Mountainbike-Strecken in unmittelbarer Nähe der Stellplätze. Viele Familien wandern lieber gemeinsam, genießen entspanntes Camping in den Alpen bei Kuhglockengebimmel auf dem idyllischen Bauernhof und erkunden zu Fuß die Blumenwiesen.

Natürlich ist in den Alpen auch Bergsteigen möglich, dennoch sind die Möglichkeiten für sanfte Wanderungen gigantisch. Niemand muss einen Zweitausender besteigen, um diese einzigartige Natur kennenzulernen. Eher gemütlich laufen die geführten Hüttenwanderungen ab. Die Bergführer reden gern über endemische (in den Alpen einzigartige) Arten der Fauna und Flora, außerdem liefern sie Tipps zu Top-Skigebieten. Bei Wanderungen ist ein einmaliges Erlebnis das Einkehren und bei Bedarf auch Übernachten in einem kleinen Berghof. Mit dem Mountainbike können die Camper die ausgezeichneten Radwanderwege nutzen, auf deutscher Seite beginnt bei Berchtesgaden ein Netz über 700 Kilometer. Auf dem Rad ist noch ein wenig mehr von der einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt zu entdecken. Nach der Abfahrt ins Tal führt der Ausflug nicht selten zu einem Fluss oder See, wo sich an vielen Stellen in den Alpen Rafting ausprobieren lässt, zum Beispiel an der Tiroler Ache vor den Chiemgauer Bergen zwischen Schleching und Kössen.

Gastronomie der Almhütten

Auf den Almhütten serviert man Wanderern und Radlern herzhafte Speisen, die schnell zubereitet sind. Sie eignen sich auch direkt fürs Camping wie etwa der warme Leberkäs’ mit Kartoffelsalat. Die günstige, leckere Fleischscheibe, der bäuerlichen Speisekarte entnommen, schmeckt im Wohnmobil vor dem Alpenpanorama nach der einfachen Zubereitung einfach hervorragend. In den Hütten gehören zu den Standardgerichten die Graubündner Gerstensuppe mit oder ohne Fleischbeilage, Brezensemmeln (Laugenbrötchen), Speckknödel (Klöße) und der Kaiserschmarrn, den man andernorts als Pfannkuchen oder Plins kennt. Die Österreicher wollen ihn dennoch erfunden haben, in den urigen Alpenhütten serviert man ihn mit Pflaumenkompott oder Apfelmus. Für die Kinder ist er beim Camping in den Alpen das Lieblingsgericht.

Blick auf den Schlegeisspeicher in Tirol
Der Schlegeisspeicher in TirolDer Schlegeisspeicher in Tirol (Österreich) Bildquelle: Oliver Hammacher, 4101733 / fotolia.com

Beste Reisezeit für das Camping in den Alpen

In den deutschen Alpen ist das Klima mild, hängt jedoch auch von der Höhenlage ab. So kann ein Frühlingstag in höheren Alpenregionen über 20 °C warm und nachts bis unter den Gefrierpunkt kalt werden. Die sonnigsten und für Zelt-Camper besten Monate sind Juni bis August, doch Camping in den Alpen ist relativ komfortabel von April bis September möglich.

Reiseziele in den deutschen und österreichischen Alpen

Deutschland bietet schon im alpinen Vorland Tausender und Zweitausender, beliebt ist unter anderem Füssen als Ziel für Camper. Die Stadt entstand schon in der Römerzeit, es sind noch antike Relikte zu finden. International berühmt wurden die von Ludwig II. erbauten Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau, weitere Sehenswürdigkeiten sind der Lechfall und das Benedektinerkloster. Oberstdorf liegt inmitten eines Gipfelpanoramas und ist ein berühmtes Wintersportresort, im Frühjahr und Sommer finden hier Mountainbiker, Wanderer und Naturliebhaber alle Möglichkeiten in diesem Kneippkurort.

Bad Reichenhall ist eine Ruheoase mit traumhafter Natur und Attraktionen wie der denkmalgeschützten Predigtstuhlbahn oder dem historischen Salzbergwerk. Es gibt Thermen und Salzheilstollen sowie etliche Sehenswürdigkeiten in der Nähe. Auf der österreichischen Seite (in Tirol) ist das Zillertal das bekannteste Reiseziel, hier wäre beispielsweise Camping Hell zu empfehlen. Der gut ausgebaute Standort für Camper bietet sogar eine Sauna, ein Hallenbad und ein Fitnessstudio. Auch Comfort Camping auf der Tiroler Zugspitze und das Terrassencamping in Itter auf dem Schlossberg verdienen besten Noten.

Häufig gestellte Fragen zum Camping in den Alpen

Wann ist die beste Reisezeit für Camping in den Alpen?
Die beste Reisezeit fürs Camping in den Alpen ist von Juni bis August mit warmen Temperaturen und stabilem Wetter. Komfortables Camping ist insgesamt von April bis September möglich.
Welche Länder gehören zu den Alpen?
Die Alpen erstrecken sich über acht Länder: Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, Liechtenstein, Slowenien und Monaco. Die meisten Campingplätze gibt es in Italien, Österreich und Frankreich.
Welche Campingregionen sind in den deutschen Alpen besonders beliebt?
Beliebte Campingregionen in den deutschen Alpen sind das Allgäu rund um Füssen und Oberstdorf, das Berchtesgadener Land, das Werdenfelser Land um Garmisch-Partenkirchen und der Königssee bei Bad Reichenhall.
Welche Aktivitäten gibt es beim Camping in den Alpen?
Beliebte Aktivitäten sind Wandern, Mountainbiken, Klettern, Bergsteigen, Rafting, Stand-Up-Paddling auf Bergseen, Pilze sammeln, Hüttenwanderungen und im Winter Skifahren.
Wie ist das Klima beim Alpen-Camping?
Das Alpenklima ist sehr höhenabhängig. Im Tal warm und sommerlich, in den Bergen deutlich kühler. Ein Frühlingstag kann oben 20 °C warm sein und nachts unter den Gefrierpunkt sinken. Schichtkleidung ist Pflicht.
Welche Campingplätze in Österreich sind empfehlenswert?
In Österreich (Tirol) sind das Zillertal mit Campingplätzen wie Camping Hell, das Terrassencamping in Itter, das Karwendel-Camping in Krün und die Camping-Anlagen am Wörthersee oder im Salzburger Land beliebt.
Welche Almhüttenspezialitäten sollte man probieren?
Typische Almhütten-Spezialitäten sind Kaiserschmarrn, Speckknödel, Käsespätzle, die Graubündner Gerstensuppe, Leberkäs mit Kartoffelsalat, Brezensemmeln und Apfelstrudel.
Brauche ich besondere Ausrüstung für Camping in den Alpen?
Wichtig sind ein wetterfestes Zelt oder ein gut isoliertes Wohnmobil, warme Schlafsäcke, feste Bergschuhe, Regen- und Wetterschutzkleidung. Eine Erste-Hilfe-Ausrüstung und Sonnenschutz dürfen nicht fehlen.
Ist Wildcampen in den Alpen erlaubt?
Wildcampen ist in den meisten Alpenländern verboten oder stark reglementiert. In Deutschland und Österreich ist es untersagt, in der Schweiz mit Einschränkungen erlaubt. Biwakieren in hohen Lagen (Notlager über der Baumgrenze) ist meist toleriert.
Wie lang ist das Radwegenetz in den deutschen Alpen?
Das Radwegenetz beginnt rund um Berchtesgaden und umfasst über 700 Kilometer ausgebauter Radwege. Mountainbike-Strecken sind in den meisten Alpentälern in der Nähe der Campingplätze verfügbar.