Schwesterstadt Potsdam

Im dicht gedrängten Programm einer Berlin Städtereise ist selten Zeit für alle Highlights der Stadt. Trotzdem sollte der Reisende einen Ausflug über die Grenzen Berlins in Betracht ziehen. Nur wenige Kilometer entfernt befindet sich nämlich Potsdam, die Hauptstadt Brandenburgs und Schwesterstadt Berlins.
Die Sehenswürdigkeiten der Kleinstadt brauchen den Vergleich mit jenen Berlins keinesfalls zu scheuen. Dies hat auch die UNESCO erkannt, die die Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin zum Welterbe gekürt hat. Die bekannteste Attraktion Potsdams ist das Schloss Sanssouci. Das oftmals auch „preußisches Versailles“ bezeichnete Hohenzollernschloss zählt zu den prächtigsten Bauten Europas. Einzigartig ist die herrliche Lage auf den Weinbergterrassen, von denen sich ein großartiger Blick auf die Anlage bietet. Zu sehen gibt es dabei wahrlich genug: Neben dem Schloss selbst befinden sich nämlich noch zahlreiche andere Bauten auf dem Areal. So liegen im barocken Garten auch noch das Schloss Charlottenhof, die Orangerie, das Neue Palais, das Belvedere und das Drachenhaus auf dem Klausberg oder die Bildergalerie, die Meisterwerke großer Künstler wie Peter Paul Rubens beherbergt. Der Zugang zur Parkanlage, die für sich schon ein Erlebnis ist, ist ohne Gebühr möglich. Für die Innenbesichtigung der einzelnen Bauten wird allerdings eine Eintrittsgebühr fällig. Ob der Pracht des kostbaren Interieurs lohnen sich die Kosten aber allemal.

Berliner Umland – Potsdam
PotsdamBerlins Schwesterstadt Potsdam hat auch einige schöne Sehenswürdigkeiten zu bieten z.B. die Nikolaikirche

Die Innenstadt Potsdams bietet weitere Sehenswürdigkeiten, die am besten zu Fuß erkundet werden. Ein Spaziergang durchs Zentrum führt am Alten und am Neuen Markt vorbei, zur Nikolaikirche oder zum Holländischen Viertel, das mit rund 150 Backsteinhäusern im typisch holländischen Stil begeistert. In der südlichen Innenstadt wartet ein weiteres historisches Quartier. Das Weberviertel erinnert mit seinen romantischen Weberhäuschen und den passenden Straßennamen an die alte Weberkolonie, die auf Wunsch von Friedrich II. entstand. Ein Stück weiter befindet sich die Villenkolonie Neubabelsberg, die mit ihren Villen namhafter Architekten wie Mies van der Rohe oder Hermann Muthesius punktet. Im Sommer 1945 residierten die alliierten Regierungschefs in den prächtigen Häusern, die in den 1920er und 1930er Jahren von berühmten Filmstars wie Heinz Rühmann oder Marika Rökk bewohnt wurden.

Die Stars zog es vor allem wegen der Nähe zum Filmstudio Babelsberg nach Potsdam. Hier wurden bereits im frühen 20. Jahrhundert großartige Produktionen wie „Der blaue Engel“ oder „Metropolis“ abgedreht. Gleich nebenan befindet sich heute der Filmpark Babelsberg, ein Freizeitpark, der die Besucher in die Welt des Films und des Fernsehens entführt.
Aktualisiert von Marco am 7. Juni 2017